Bambus Zahnbürste von «Dear Roots…» im Test

Hier fing die Reise an. Das erste Produkt, das ich gegen eine nachhaltige Alternative ersetzte, war die Zahnbürste. Ich meine, warum eigentlich Plastik? Wo sollte der Unterschied zu einer Zahnbürste aus einem anderen Material sein, etwa aus Bambus? Also habe ich mich für den Kauf der Bambus Zahnbürste von «dear roots…» entschieden. Nach drei Monaten möchte ich euch von meinen Erfahrungen berichten – ein paar Unterschiede gibt es dann nämlich doch!

Das Produkt

«dear roots…» bietet derzeit drei verschiedene Sets an, die sich in der Zahl der Zahnbürsten und den Extras unterscheiden:

  • Das 2er-Set mit zwei Zahnbürsten
  • Das 4er-Set mit vier Zahnbürsten
  • Das 4er-Set mit Reise-Etui

Ich habe mich für das 4er-Set mit Reise-Etui entschieden. Darin sind – wer hätt’s gedacht – vier Bambus Zahnbürsten enthalten und ein Reise-Etui gibt’s obendrauf. Ich habe mich aus verschiedenen Gründen für dieses Set entschieden. Erstens, habt ihr damit gleich einen Jahresvorrat an Zahnbürsten. Das ist unkompliziert und man muss sich nicht ständig dem Nachkaufen widmen. Das tut, zweitens, nicht nur euch, sondern auch der Umwelt gut! Denn ihr spart Verpackungsmaterial und könnt euren CO2-Fußabdruck (carbon footprint) senken. Und zu guter Letzt finde ich das Reisetui einfach super praktisch – es ist super kompakt, lässt sich gut mitnehmen und sieht absolut umwerfend aus! Ich bin mit meiner Wahl also mehr als zufrieden und kann das 4er-Set mit Reise-Etui von
«dear roots…» nur empfehlen.

Ich habe mein Set auf Amazon gekauft, auf eBay gibt’s die aber auch.  

Design

Material und Nachhaltigkeit

Die Materialien:

  • Moso Bambus
  • Rizinusöl
  • Bambus-Aktivkohle

Der Griff der Zahnbürste besteht zu 100% aus Moso Bambus.  Dieser wächst rasend schnell und ist, im Gegensatz zu Plastik, biologisch abbaubar. Damit bleiben sie auch den süßen Pandas von der Pelle, die mögen nämlich keinen Moso Bambus.

Die Borsten bestehen zu 62% aus Rizinusöl und sind mit Bambus-Aktivkohle versetzt. Damit sind sie nicht abbaubar, aber immerhin recylebar. Und das finde ich auch gar nicht verwerflich, denn der Hersteller wurde mit dem Problem konfrontiert, dass es bisher keine Borsten gibt, die zugleich biologisch abbaubar und vegan sind.  «dear roots…» hat sich an dieser Stelle also für das Tierwohl entschieden. Die Borsten sind 100% vegan und BPA-frei und sollten bei der Entsorgung vom Griff abgetrennt und in den Restmüll gegeben werden. Dieser ist kompostierbar und kann auf den Kompost gegeben oder in der Biotonne entsorgt werden.

An der Stelle sollte erwähnt werden, dass es keinesfalls Gang und Gäbe ist, dass Zahnbürsten vegan sind. Viele Hersteller, und ja, auch viele Hersteller von nachhaltigen Bambus Zahnbürsten, verwenden nämlich Wildschweinborsten. Das ist zwar auch vollkommen natürlich – muss aber jeder selbst entscheiden, ob er das möchte. Es ist nämlich etwas unklar, wie diese Borsten genau gewonnen werden. Ich bevorzuge vegane Borsten und finde die Lösung deshalb echt klasse. 

Damit sind die Zahnbürsten von «dear roots…» zu 98% biologisch abbaubar. Eine deutlich bessere Alternative zu Plastik-Zahnbürsten sind sie also allemal, da die meisten Kunststoffe nicht abbaubar sind. Und das ist echt scheiße. Hinzu kommt, dass  «dear roots…» zur Herstellung, wie bereits erwähnt, schnell wachsenden Bambus verwendet. Da es bei Nachhaltigkeit um die natürliche Regenerationsfähigkeit des jeweiligen Systems geht,  kann ich die Zahnbürste in diesem Punkt nur empfehlen.

Putz-Erfahrungen

Mal abgesehen davon, wie schön und gut das Produkt für die Umwelt ist, muss man sich auch selbst damit wohlfühlen. Deshalb berichte ich euch nun von meinen ersten 3 Monaten mit  der Bambus Zahnbürste von «dear roots…». Also zuerst kann ich sagen, dass sie sich nicht groß von herkömmlichen Plastik-Zahnbürsten unterscheidet. Auch die Bambus Zahnbürste sollte alle drei Monate durch eine neue ausgetauscht werden. Dass sie dennoch deutlich nachhaltiger ist, liegt daran, dass Bambus biologisch abbaubar ist, während Plastik auf gut Deutsch für immer in unseren Meeren herumtreiben wird – das zersetzt sich nämlich nie ganz. 

Anwendung und Handhabung

Die Handhabung ist auch nicht groß anders. Einfach Zahnpasta drauf und los geht’s. Noch besser wäre es natürlich, eine nachhaltige Alternative wie Zahnputztabletten zu verwenden – aber das soll an dieser Stelle nicht unser Thema sein. Ich komme sehr gut mit der Zahnbürste zurecht, kann mir allerdings vorstellen, dass sie besser für Frauen und Kinder geeignet ist als für große Männerhände. Die Zahnbürste ist nämlich etwas kleiner als ihr herkömmliches Pendant. Ich kann mich aber, wie gesagt, nicht beklagen 😉

Sauberkeit

Nach der Anwendung sind die Zähne nicht nur sauber, sondern rein. Und das Gewissen auch! Nein, mal ehrlich, wer sich wie gewohnt die Zähne putzt, wird kein besseres oder schlechteres Ergebnis als sonst auch bekommen. Die Borsten sind alle etwas unterschiedlich lang, damit man auch überall schön hinkommt. Hier gibt es nichts, aber auch rein gar nichts, worüber man sich beschweren könnte.

Fazit

«dear roots…» kommt mit einem spitzenmäßigen Lösungsansatz um die Ecke. Es muss erwähnt werden, dass die Zahnbürste nicht komplett, aber zu 98% biologisch abbaubar ist. Wieso nicht zu 100%? Das liegt an den Borsten, die der Hersteller verwendet. Da diese vegan sind, sind sie leider nicht abbaubar. Bisher wurde jedoch keine Lösung entworfen, die beide Aspekte vereint. Einen Kompromiss muss man also eingehen. Ich bin mit der Bambus Zahnbürste von  «dear roots…» absolut zufrieden und kann sie jedem empfehlen – außer großen Männerhänden, da der Umfang des Griffs relativ klein ist. Wir wollen ja nicht, dass der Herr der Schöpfung einen Krampf bekommt 😉

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